Johannes Heil > Booking Request
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Playing asLIVE

LabelsCocoon Rec, Starkstrom, Kanzleramt, Data Punk

BaseFrankfurt


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Biography

(German version below)

The initial spark for Heil’s career was his encounter with the „Kanzleramt“ in Bad Nauheim, a small techno-bistro launched by DJ Heiko Laux in the beginning of the 90s. Later on the label Kanzleramt was founded, plattform for Heil’s first productions. In 1998, he released „Paranoid Dancer“, taken from the album „Reality To MIDI“. It was a huge success and to this day is considered one of the early techno classics. In 1999 he produced another hit with „Calling“. His trademark in the early years was a hard and driving techno sound, making a big impact on dancefloors all over the world.
But Heil is a complex character and he doesn’t fit into any scheme either as a person or as a musician. His rather pensive temper manifests itself in his music: with every album he offers a reflection of his soul, using musical devices as diverse as techno, breakbeats or ambient. His music can be slow or fast, with dark and soulful elements as well as happy, danceable basslines. Over the years, Johannes has discovered many facets of electronic music and used them in his numerous releases on Klang Elektronik, Datapunk or his own labels JH Records, Metatron and Shit Happens.
His latest album „Loving“ on Cocoon Recordings embraces 15 years of making music and combines influences from different cultures and musical styles. „…this voyage to the beginnings of electronic dance music, ranging from Modern Detroit and Hightech-Soul to House, starts in the depth of my heart.“ (Johannes Heil, 2010)


BIO JOHANNES HEIL (Deutsch)

Versponnenheit, Fantasie und Individualität sind es, die Johannes Heil’s Produktionen seit seiner ersten Veröffentlichung prägen. Immer etwas anders und mystisch, auch gerne gegen den Strom anschwimmend und vor allem stilistisch vielfältig steht für Johannes Heil nicht nur die Musik im Vordergrund, sondern wird diese auch immer wieder mit starken und subtilen Worten und Bildern verbunden. Ob Vocals oder Titel – Techno darf auch eine Aussage haben, solange sie nicht aufgezwungen wird. Die Initialzündung für seine Produzentenlaufbahn war das Zusammentreffen mit dem DJ Heiko Laux im Bad Nauheimer Bistro „Kanzleramt“, der dort jenseits der großen Metropolen Techno auflegte. Aus dem kleinen Projekt entwickelte sich schnell mehr und aus dem Bistro heraus entstand abseits der großen Trends das Label „Kanzleramt“ mit seinen Sublabels U-Turn und K2O. Mit seinen ersten Veröffentlichungen auf U-Turn (Der Tod, Die Offenbarung, Per Disciplinum Mea Lux Videbis) und Kanzleramt (P.A.X., Feiern) alleine und zusammen mit Heiko Laux als Item One wuchs Johannes Heil schnell zu einem der Kanzleramt-Headliner heran. Und spätestens seit seinem ersten Album „Reality To MIDI“ im Jahre 1998, das mit seinem einzigartigen Sound wie ein Bombe einschlug, galt Johannes Heil als eines der vielversprechendsten Nachwuchskünstler in Deutschland. Der Track „Paranoid Dancer“, entwickelte sich zu einem absolut Clubhit und Klassiker, obwohl er nur auf dem Album vorhanden war und bis 2002 nicht ausgekoppelt wurde. Harter, brachialer und hypnotischer Techno mit surrenden Basslines, verzerrten Sounds und dezent eingesetzen Vocalfetzen wurde sein Markenzeichen. Ein Markenzeichen, das ihm viel zu früh zugeteilt wurde, denn schon mit seinem zweiten Album „Illuminate The Planet“ ging Johannes Heil im folgenden Jahr neue Wege, die so keiner erwartet hatte. Neben klassischen Techno-Tracks wie auf „Reality to MIDI“ hielten Breakbeats, Ambientsequenzen und starke Flächen Einzug, getragen von der düsteren, unheilvollen Atmosphäre des Albumtitels. Die im Albumtitel angedeutete Verschwörung der Illuminaten, die Herrschaft über die Welt zu übernehmen, erweiterte „Illuminate The Planet“ um eine tiefere Bedeutung, die dem ausschliesslich cluborientierten „Reality to MIDI“ fehlt und nahtlos an die mystischen EP’s wie „Per Disciplinum Mea Lux Videbis“ (Durch meine Lehre wirst du das Licht sehen )auf U-Turn anschließt. In allen Tracks des Album finden sich viele kleine Puzzleteile, die für sich und zusammen verschiedene Interpretationsspielräume ermöglichen und das Album daher zu mehr als nur facettenreicher Musik werden lassen. Im Zeitraum zwischen „Reality to Midi“ und „Illuminate the Planet“ veröffentlicht Johannes Heil diverse Eps auf Labels wie Fieber, Parcotic, Kobayashi oder Propaganda. Eine Phase, in der er mit verschiedenen musikalischen Ansätzen spielt und die durchaus als eine gewisse Selbstfindungsphase bezeichnet werden kann, denn seine folgenden Werke auf Kanzleramt wirken noch geschlossener und erreichen einen ganz neuen Reifegrad.

Denn mit dem 2000 erschienenen dritten Album „Future Primitive“ schließt er endgültig den Kreis zwischen der Clubbigkeit von „Reality to Midi“ und der bedeutungsschweren Thematik von „Illuminate the Planet“, dessen Weg er konsequent weiter. Die Andeutung einer dunklen Zukunft, auf die wir uns hinzu bewegen, wenn wir den derzeitigen Weg weiter beschreiten, ist in jedem Track beklemmend spürbar. Sägende Bässe über pulsierenden Grooves, verdrehte Sounds sowie bedrohliche Flächen und Melodien, die tief unter die Haut gehen, lassen den Hörer die Visionen der Zukunft in jedem Track spüren. Und dennoch schwingt immer ein Fünkchen Hoffnung mit. Mit „Future Primitive“ nimmt Johannes Heil den Hörer auf seine bis dato emotionalste Reise mit und beweist erneut, dass Techno nicht nur Tanzmusik sein muss.

Nach Future Primitive beginnt Johannes Heil mit dem Aufbau seines eigenen Labels JH Records, auf dem zukünftig seine Vinyl-Releases erscheinen sollen. Die erste Veröffentlichung „Die eigene Achse“, zuerst nur als limitierte einseitige Pressung, später als reguläres Release mit einem Remix von Heiko Laux erschienen, kann heute durchaus schon als Klassiker des neueren Techno bezeichnet werden. Nach dem erfolgreichen Start erscheinen mit „Isis & Osiris“, „Die Zahl des Tieres“ und „Die Formel der Liebe“ drei weitere Eps, die noch stärker von der Fantasie Johannes Heil’s leben und endgültig die künstlerische Einheit, die sich auf den vorherigen Kanzleramt-Veröffentlichungen schon angedeutet hat. Sowohl die EP-Titel als auch die Coverartwork und die Musik bilden eine Einheit und stellen ein Gesamtkunstwerk dar, das abseits Funktionalität als Clubmusik weitere Wege der Wahrnehmung schafft. Im März 2002 erscheint auf JH und Kanzleramt das vierte Album mit dem knappen Titel „Heilstyle“, das mit einer unerwarteten Kehrtwende aufwartet. „Heilstyle“ ist die Rückbesinnung auf die Wurzeln und ein reines Club-Album, was sich auch im Minimalismus der Covergestaltung niederschlägt. Roher Techno am Puls der Zeit und gleichzeitig eine Aufarbeitung der musikalischen Vergangenheit von Johannes Heil. „Heilstyle“ vereint die clubbigen Anteile der vorherigen drei Alben zu einer geballten Ladung Techno, deren vorrangiges Ziel der Einsatz im Club ist. Im April folgt dann die erstmalige Veröffentlichung von „Paranoid Dancer“ als EP und Maxi-CD. Neben dem remasterten Original finden sich Remixe von Alexander Kowalski, Heiko Laux und DJ Hell, dessen Remix er co-produziert hat. Ein weiteres Dankeschön an alle DJs und Clubgänger, die seine Platten gespielt und zu ihnen getanzt haben. Auch die Ende des Jahres folgende EP „The Hitmachine“ auf JH verfolgt augenscheinlich das Ziel der absoluten Cluborientiertheit. In gewisser Hinsicht ist „The Hitmachine“ die logische Fortsetzung des fast gleichzeitig in Zusammenarbeit mit dem Sänger Simon Wotton unter dem Projektnamen „State Of Chaos“ erschienenen ››

Albums „Across The Nation“ (auf Ladomat 2000 ) und der Auskopplung „Fire“. „Across The Nation“ ist die Veröffentlichung, mit der bisher klarsten und stärksten Aussage, die sich vor allem durch die punk-inspirierten Vocals über den Elektro-Klängen entwickelt. Eine klar ausgesprochene Abrechnung mit unser Zeit, geprägt von Rebellentum und Widerstand. Ein offener Aufruf, die kleinen Dinge im Leben zu tun, die uns vielleicht in eine hoffnungsvollere Zukunft blicken lassen. Was Johannes Heil mit seinen vorherigen Releases immer nur subtil ausgedrückt hat, entwickeln er und Simon Wotton zu einem musikalischen Sturm, in dem alle Wut, Ängste und Hoffnungen entfesselt werden. Musikalisch deutlich anders als seine bisherigen Produktionen ist dieses Album jedoch eine absolut typische Johannes Heil-Produktion, die auch die Tanzbarkeit nicht außer Acht lässt.

Die weniger rebellische Seite von Johannes Heil spiegelt das im März 2003 erneut auf Kanzleramt erscheinende Album „20.000 Leagues Under Skin“ und die gleichnamige EP wider. Smooth und deep wie keine andere Produktion zuvor , erreicht das Album eine neue Emotionalität voller Liebe und Wärme, aber auch nachdenklicher Momente, die einen tiefen Einblick auch in die eigene Gefühlswelt ermöglichen. Flächen, Strings und Dubs stehen im Vordergrund und so bringt Johannes Heil seine persönliche Definition von Techno auf ein neues Level fernab von reiner Funktionalität ››

als DJ-Werkzeug – das Hören und Erleben der Musik steht im Zentrum. „20.000 Leagues Under The Skin“ ist auch ein deutliches Statement

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